Heute Graubünden:
Wir wollten einen kleinen Ausflug unternehmen. In die Ruhe und Abgeschiedenheit. Ihr ahnt nicht wie ruhig und abgeschieden es in Graubünden sein kann. Nun wer sich nach Ruhe sehnt, ist in der Gegend von Avers goldrichtig.
Aber vom Anfang:
Nach einiger Zeit auf der Autobahn Richtung Chur ging es schliesslich nach rechts ab Richtung St. Moritz. Kennt Ihr das? Wenn das Navi Euch sagt es sind noch 50 km aber die Zeitangabe noch bei über einer Stunde steht 😊 Ja dann weiss man das es in die Berge geht. Die Geschwindigkeit geht runter die Höhenmeter gehen rauf. Serpentine über Serpentine geht es weiter in die schöne Schweizer Bergwelt. Bei uns im Flachland war von Schnee noch nichts zu sehen, doch je weiter wir in die Höhe kamen, desto zahlreicher wurden die Schneeflecken, bis sie schliesslich zu Schneefeldern wurden und am Ende des beschwerlichen Aufstieges erwartete uns eine geschlossene Schneedecke.
Wie auf meinem Ersten Bild gut zu erkennen

Da waren wir nun in Ruhe und Abgeschiedenheit. Eigentlich war der Plan das von dort aus Wanderungen unternommen werden und wir die Zeit geniessen. Nun was bei der Planung wohl etwas untergegangen ist, war das die Strasse dort fast zu Ende war. Aber so konnte ich meine Bergtauglichkeit einmal mehr unter Beweis stellen. Auch wenn ich meinen Besitzern wohl einen kleinen Schrecken eingejagt habe. Denn am ersten Morgen war es doch recht kalt und die Luft auf über 2000m ist wohl doch dünner als gedacht. Ich habe doch einige Anläufe benötigt, bis mein Diesel wieder lief. Nun, aber natürlich ist mein Motor angesprungen. Dann ging es Richtung Davos. Ich dachte mir gut dann werde ich den ganzen Italienischen und englischen Luxuskarossen mal zeigen, was ein richtiger Transporter Verzeihung eine Caravelle ist. Doch wisst Ihr was, es waren kaum solche Autos zu sehen. Aber es sind ja schliesslich nicht die Autos, warum wir in die Berge gefahren sind.
Also sind wir weiter gefahren auf die Lenzerheide. Hier gibt es einmal im Jahr einen sagenumwobenen Zauberwald. Den haben wir uns ansehen wollen. Als wir vor Ort waren stellten wir fest, dass es einen Tag zu spät war. Da wurde sogleich der Entschluss gefasst das wir diesen Ort im Dezember erneut besuchen wollen. Der Wald wird dazu dekoriert mit Motiven, welche zum Thema passen. Wir haben so nur ein paar Fotos am Tag gemacht, welche aber die Schönheit in der Nacht vermuten lassen.
Fotos aus Lenzerheide






Auf dem Rückweg zu unserem Quartier waren sahen wir von der Strasse aus noch eine alte Burgruine, welche unsere Blicke auf sich zog. Die Position direkt an einem Abgrund und die seltsam anmutende Schönheit eine Ruine im Sonnenlicht haben uns gesagt, da halten wir an.

Für all die unter euch, welche sich gerne weiter mit der interessanten Geschichte der Burgruine Campell befassen möchten habe ich die entsprechende Wikipedia Seite hier verlinkt. Es steckt wie immer eine faszinierende Geschichte hinter alten Gemäuern.
An diesem Abend war ich dann schon recht erledigt. Den ganzen Tag Serpentinen rauf und wieder runter. Mein 2.5 TDI musste recht arbeiten. Zum Glück waren die Strassen frei, so dass ich ohne einen Syncro ausgekommen bin. Aber es war ein herrlicher Tag. Als ich wieder auf dem Parkplatz stand bot sich mir ein wunderschönes Bild. Der Vollmond schien über den Berg und leuchtete meine Nachtblaue Lackierung an.
Am nächsten Tag sollte eine weitere schöne Tour anstehen, mit einer weiteren Premiere, es sollte das erste Mal auf einen Verlad gehen, wie es hier in der Schweiz heisst. Doch das Ahnte ich jetzt noch nicht. So liess ich meinen Kühlkreislauf langsam abkühlen und machte mich parat für eine weitere frische Nacht in den Bergen Graubündens.

Am Abreisetag war es noch etwas kälter als in der Nacht zuvor. Ich muss zugeben, dass ich trotz neuer Batterie erneut meine Anlaufschwierigkeiten hatte.
Auf dem Weg nach Samnaun, ein Gebiet wo zollfrei eingekauft werden kann boten sich dafür viele schöne Bilder von erstarrten Wasserfällen. Kleinen wie Grossen. Ich hoffe Ihr gebt mir Recht, wenn Ihr euch die Bilder unten anseht.


Der Weg nach Samnaun konnte aber nicht direkt genommen werden. Es ging nur über den Autoverlad. Nicht nur für mich etwas Neues. Auch für meinen Besitzer war es eine neue Erfahrung. Nie zuvor bin ich auf einen Zug gefahren worden. Ich war schon etwas aufgeregt, als wir nun so an der Einfahrt warteten das es los ging. Zum Glück ging dann auch alles gut. Auf dem Bild könnt Ihr sehen das es dann doch nicht so schrecklich eng war. Aber ich bin ja auch eine schlanke Caravelle😊.


In Samnaun vor Ort habe ich mir dann erstmal eine schöne Füllung Diesel gegönnt. Während ich also meinen Tank gefüllt habe, konnten meine Besitzer etwas bummeln gehen und so seltsame Dinge wie Bündnerfleisch oder Gin ergattern. Mir für meinen Teil reicht Diesel völlig aus, warum meine Besitzer noch so anderes Zeug kaufen, bleibt wohl ein Rätsel.
Der Rückweg führte uns dann über die andere Seite des Tals über Österreich zurück in die Heimat. Die Bergwelt ist immer wieder ein schöner Ort zum Entspannen, den Motor so richtig auf Touren kommen zu lassen und etwas von der wunderschönen Welt zu sehen in der wir leben.
So meine Lieben T4 da draussen. Wir hoffen das wir uns mal auf der Strasse begegnen, um etwas miteinander zu quatschen und uns auszutauschen. Bleibt neugierig und vor allem knitterfrei.
Bis zu meinem nächsten Reisebericht wünsche ich Euch alles Gute.
Alles Liebe Eure Biene