Hallo zusammen,
heute möchte ich mich mal mit einer neuen Idee an Euch wenden. Unsere Familie der T4 ist optisch doch recht gelungen, wie ich finde. Nur eine Sache hat mich und Biene immer etwas gestört. Die schöne Symmetrie wird durch die beiden unterschiedlichen Spiegel irgendwie sabotiert. Das kann man auf den Bildern unten recht gut sehen.


So haben Biene und ich uns gedacht, es wäre doch schön symmetrische Spiegel zu haben. Also haben unsere Besitzer zwei Aussenspeigel für die Fahrerseite aus England bestellt. Da sich unsere englischen Verwandten nicht von uns unterscheiden, hat auch wunderbar funktioniert. Nur ergab sich dann ein neues Problem. Der Fahrerspiegel ist nicht dafür gedacht sich weit genug verstellen zu lassen, um auch auf der anderen Seite verbaut zu werden.
Der Fahrer, wenn der etwas weiter vorne sitzt sieht einfach nicht mehr die Karosserie, sondern nur noch die Strasse. So ist es denn auch einem von unseren Besitzern ergangen. Hier ein Foto wie die Sicht nach hinten aussieht, wenn der englische Spiegel montiert wird.

Das Thema scheint bereits vor einigen Jahren einmal recht aktuell gewesen zu sein. Zumindest konnten wir das in einigen Foren beobachten. Das, was mich und Biene dabei wunderte war die Lösung, die hier angestrebt wurde. Was am häufigsten als Lösung für das «Problem» war.
Es scheint sich eingebürgert zu haben, dass die Spiegel abgeschliffen werden an der Innenseite. Wir haben uns auch überlegt wie das dann so von statten gehen soll. Die einzige Lösung, die uns eingefallen ist, den Spiegel auseinandernehmen. Die Teile entsprechend Abschleifen und dann die Spiegel wieder zusammenbauen.
Nur was ist mit Besitzern, die handwerklich nicht so begabt sind wie andere. So haben wir uns überlegt, dass es doch auch einfacher und schneller gehen sollte. So haben Biene und ich unsere Kotflügel zusammengesteckt.
Wie sollte es gehen, dass der Spiegel weiter Richtung Karosserie zeigt. Wie haben überlegt und überlegt. Die einzige Möglichkeit, welche uns eingefallen ist, war das der Spiegel verstellt werden muss, aber ohne zu basteln oder etwas zu schleifen. Etwas was auch jederzeit wieder rückgängig gemacht werden kann.
Da kam es Mir plötzlich in den Sinn «Winkel»
Ja der Gedanke war gut, aber wie sollte das gehen? Schliesslich ist kein Platz zwischen den Teilen des Spiegels wie man auf dem Foto erkennt. Also es kann kein einfacher Keil sein. Was dann noch dazu kommt. Der Winkel oben und unten ist nicht Der gleiche, das wäre ja auch zu einfach gewesen.
Als nächster Punkt wären da noch die ganzen unterschiedlichen Rundungen an den Befestigungsstreben.
Aber einfach kann ja jeder 😊
Also machte unser Besitzer eine Skizze. Mit dieser Skizze sind wir dann zu einem Verwandten gegangen, der sich mit CAD und Konstruktion auskennt. Noch dazu hat er Zugang zu einer CNC-Fräsmaschinen.
Die Idee kam recht gut an also haben wir uns an einem Wochenende getroffen und eine erste CAD-Skizze wurde angefertigt. Es dauerte dann auch nicht lange, bis der erste Prototyp fertig war. Was soll ich euch sagen er hat den Spiegel zwar verstellt, hat aber überhaupt nicht gepasst von den Rundungen her. Es folgten dann noch einige weitere Versuche. Bis wir uns der Form entsprechend nähergekommen waren.
Dann haben wir uns gefragt, aus welchem Material sollten die Keile sein? Kunststoff oder Metall. Der Prototyp war aus Aluminium. Aber das Silber fällt doch arg auf. So dass es sich zu sehr abhebt vom schwarzen Rahmen.
So haben wir 3D-Druck ausprobiert. Da gab es Material, welches lackierbar war oder bereits etwas dunkler. Wir haben dann also einen Probedruck gemacht. Es sah gut aus und war unauffälliger als das Silber. Doch der Keil war nicht stabil genug. Er hat sich unter der Last der Feder im Spiegel verbogen und so die Einstellung nicht beibehalten. So haben wir uns weiter überlegt, wie man das angehen sollte.
Wir sind dann zurück zum Aluminium gekommen, aber dieses Mal in matt schwarz eloxiert. Das sieht gut aus hat aber leider auch seinen Preis. Aber sie sehen schon irgendwie klasse aus wie ich finde.
Wo wir dann aber schon dabei waren, haben wir uns auch Keile für die Fahrerseite überlegt, für den Fall, dass es zu ähnlichen Problemen kommt, wenn man sich einen englischen Beifahrerspiegel kauft und diesen Einbaut.
Die ersten Teile haben wir nun anfertigen lassen. Ich fahre nun schon seit einiger Zeit mit den Keilen. Bei Biene kommen Sie auch dran, wenn Sie auf sie englischen Spiegel umgerüstet wird.
Die Passform ist recht gelungen, wenn man bedenkt das wir keine exakten Daten der Konturen hatten. Es hat schon einige Versuche und Fehlversuche gegeben bis der Keil in seiner jetzigen Form fertig war. Ich kann es kaum glauben, aber es hat gut und gerne 6 Monate gebraucht. Zugegeben es wurde nicht ohne Unterbrechung daran gearbeitet. Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei David und Mary bedanken für Ihre Unterstützung und Hilfe bei der Umsetzung dieser Idee,

Nun sieht man auch wieder etwas vom Fahrzeug, wenn man etwas weiter vorne sitzt. Was man im Vorher nachher Vergleich schön sehen kann.


Nun bin ich mal auf Eure Meinung gespannt. Es würde mich freuen von Euch ein Feedback zu den Keilen zu bekommen. Wir haben extra einige anfertigen lassen, wenn einer von Euch nun auch Interesse an diesen Keilen hat. Es würde mich freuen, wenn Ihr Biene und mir eine Mail schreiben würdet. Dann bekommen wir bestimmt etwas hin. So können die Keile auch anderswo zum Einsatz kommen.
Denn symmetrisch sieht der T4 doch gleich noch ein wenig besser aus, wie wir finden.
Der Erlös der Keile wird nicht gleich in Sprit oder womöglich Felgen gesteckt. Einen Teil werden wir abgeben und einen anderen Teil für die Entwicklung andere Ideen verwenden.
Das war es nun wieder von mir. Vielleicht sehen wir uns auf dem Bustreffen in Mittenwald, Biene und ich würden uns freuen.
Bis dahin wünsche ich Euch eine gute und Knitterfreie Fahrt.
Euer Dickerchen