Heute nun wie angekündigt der zweite Teil des Beitrags über den Rost, welcher den T4 regelmässig heimsucht und nur recht schwer zu vertreiben ist. Aber wenn sich mit Liebe etwas um den Wagen gekümmert wird, dann bekommt man das Problem in den Griff, denke ich.
- Karosserienähte im Allgemeinen
Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass bei den T4 Transporter, Caravelle, Multivan etc. die einzelnen Segmente durch Nähte aus Dichtmasse miteinander verbunden sind. An diesen Nähten kann es zu Wassereintritt kommen, gerade wenn wir in die Jahre kommen. Wenn es dann noch einen *Knittervorfall* kam, dann ist die Gefahr noch grösser. Ich habe bei Verwandten von mir schon gesehen, dass die Seitenbleche angefangen haben zu rosten. Das ist kein schöner Anblick kann ich euch sagen. Ich stand mit einem Verwandten zum Verkauf. ER hatte die 2.5 TDI-Maschine mit 150 PS. Bei Ihm war es der Fall. Das was sein Pech war, war mein Glück, denn meine Besitzer hat mir Verraten, dass er eigentlich genau diesen grausilbernen T4 kaufen wollte. Dann sah er die Bleche und hat sich zum Glück weiter umgesehen. Dann sah er mich. Bei mir waren zwar noch einige Reparaturen fällig, aber mein Blech war, bis auf die Radläufe auf den ersten Blick in Ordnung.

- Der Komposter
Den Ausdruck Komposter kannte ich auch noch nicht. Was habe ich mit Gartenabfällen zu tun dachte ich. Nun was den meisten von Euch wohl klar ist. Es handelt sich hier um den Zwischenraum zwischen Karosserie und Kotflügel vorne. Wir Ihr ja wisst, gibt es oben an der Windschutzscheibe einige Öffnungen. Diese dienen wohl dazu, das Regenwasser entsprechend abzuführen. Was die VW Ingenieure wohl nicht bedacht haben, mit dem Regen kommt nicht nur Wasser sondern auch Laub, Dreck und anderes in den Zwischenraum. Das Problem ist nur, dass dieser Dreck nicht mehr weg geht bzw. durchfallen kann. Also sammelt sich das ganze Material mit Wasser schön dicht an Blech. Mit der Zeit fängt das Blech darunter an zu rosten. Das macht sich dann ebenfalls an den Radläufen bemerkbar. Hier wird dann zuerst an der unteren Seite des Radlaufes auf. Bei mir wurde der Komposter bereits einmal kontrolliert. Die linke Seite liess sich hervorragend lösen und abnehmen. Die rechte Seite hingegen sass noch bombenfest. Hier wurde also nur der Kotflügel oben leicht abgewinkelt und der Dreck, der zum Glück trocken war, konnte mit Druckluft ausgepustet werden. Bilder von der Aktion seht Ihr unten.



- Die Banannenbleche
Es handelt sich hierbei um Verstärkungsbleche, die bei der hinteren Stossdämpferaufnahme angeschweisst sind. Durch diese Verstärkung läuft die Schraube für den Stossdämpfer. Das gemeine an dieser Stelle ist. Dass sie von Innen nach Aussen rostet. Ja ich weiss, dass ist im Allgemeinen so. Nur hier sieht man es erst nicht von vorne und ebenfalls nicht von hinten. Diese Stelle muss bei mir noch kontrolliert werden. Vielleicht ergibt es sich diesen Herbst. Ich habe ehrlich gesagt schon etwas bange davor. Denn man sieht erst, wie es um das Blech steht, wenn die ganze Dichtmasse entfernt wurde. Wenn es dann getauscht werden muss, habe ich einen Kontakt im Norden Deutschlands. Dort bekommt man diese Bleche.
- Einstiege
Unter den Kunststoffeinsätzen der Einstiege sammelt sich ebenfalls gerne das Wasser. Darunter bekommet man es auch nicht so schnell mit. Ich kann gar nicht sagen, ob meine Besitzer diese Stelle bereits kontrolliert hat oder nicht. Aber das wäre ein weiterer Punkt für den Herbst. Denn bei mir sind wieder einige Baustellen welche der Aufmerksamkeit bedürfen.
- Unterboden
Auch der Unterboden wird nicht vom Rost verschont. Bei meinem Umbau wurde auch gleich der Boden entsprechend erneuert. Hier gibt es einige Stellen, zum einen hinten rechts, die Durchführung des Zuheizers. Dann noch die Gegend um die Schrauben, wo die Back to Back Sitze beim Multivan befestigt werden. Und dann noch die Bereiche um die Radkästen. Hier hatte ich zum Glück keine Probleme. Hier wurden dann einige Bleche ersetzt.
So das waren die Stellen, die mir so bei mir selbst und an einigen Verwandten aufgefallen sind. Es gibt bestimmt noch einige Stellen mehr. Aber das mag sowohl am alter als auch an den Herstellungsverfahren liegen. Wenn Ihr noch einige Roststellen habe, von denen hier nicht die Rede war, wäre ich Euch dankbar, wenn Ihr mir diese Nennen könntet. Dann werde ich mich und natürlich auch Biene mal daraufhin untersuchen lassen.



- Der vordere Querträger
Nun also doch noch ein neues Rostproblem bei Biene. Ich hatte geschrieben das es nur ein kleines Loch bei Biene sei welches wir entdeckt haben. Aber nein das war wohl weit gefehlt. Als unser Besitzer einen genaueren Blick unter Biene geworfen hatte musste er feststellen, dass sich der linke Längsträger vorne doch schon zu einem grossen Teil aufgelöst hat… Nun es ist ein Rost Loch von gut 5 cm Grösse. Leider blieb hier nichts anderes übrig, als Biene beim freundlichen Händler zu einem Termin anzumelden. Wir hoffen mal das sich hier ebenso gut um Biene gekümmert wird. Aber leider fehlt bei uns zu Hause eine Hebebühne und entsprechend Zeit um es selbst in die Hand zu nehmen.


Das war nun der zweite Teil der Rostgeschichte. Ich hoffe euch hat das Lesen Spass gemacht und ich habe nicht nur alte Geschichten erzählt. Ich wünsche Euch nun eine gute Zeit. Jederzeit eine knitterfreie Zeit und möglichst wenig Rost.
Als nächstes werde ich von unserem Besuch bei den Bulli Days berichten. Wunderschön am Edersee gelegen. Letztes Jahr war richtig was los. Es sei denn es kommt etwas dazwischen.
Bis blad Euer Dickerchen